„Die Schallmauer ist durchbrochen“

17-12-2019 08:00

 

Altötting.

Es war irgendwie sinnbildlich: Am Sonntag ist der Christkindlmarkt mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen – und die Leute standen sogar am Montagmorgen noch Schlange. Freilich nicht mehr vor den Ständen und Buden, deren Abbau da schon angelaufen war, sondern vor dem Rathaus. Dort wurden die Christbäume, die der veranstaltende Wirtschaftsverband als Deko für den Markt angeschafft hatte, gegen Spenden abgegeben. 300 Nordmanntannen waren zu haben, die ersten Interessenten fanden sich schon gut eineinhalb Stunden vor Beginn der Ausgabe ein. Die Spendenkasse füllte sich, freuen kann sich die Stiftung Weltkinderlachen, für die der Erlös zur Verfügung gestellt wird.
Freuen kann sich aber auch der Wirtschaftsverband, und zwar über den Verlauf des gesamten Christkindlmarktes. 23 Tage lang dauerte er, und mit wenigen Ausnahmen war das Wetter gut. Kein Regen, der die Besucher vergrault hätte, kein Glatteis, das sie von der Anfahrt abgehalten hätte. Die Marke von 200 000 Gästen, die immer anvisiert wird, „haben wir dieses Mal sicher übertroffen“, sagt Hans Baumgartner, der für den Christkindlmarkt zuständige Referent. Er spricht sogar „vom besten Markt jemals“ in der nunmehr 50-jährigen Geschichte der Großveranstaltung – und zwar „mit Abstand“.
Wirklich erfasst werden die Besucher zwar nicht, die abschnittsweisen Zählungen entlang der 1500 Laufmeter im Marktgelände werden aber hochgerechnet. 40 000 bis 50 000 Besucher habe diese Methode allein für jedes der vier Wochenenden ergeben, so Baumgartner, dazu noch viele Tausend werktags. Der Rekord stehe daher außer Zweifel. Kein Wunder, dass das Resümee ausgesprochen positiv ausfällt: „Es war wirklich eine ganz toll Sache.“ Der Erfolg sei, so Baumgartner weiter, nicht allein dem Wetter geschuldet, sondern vielen Bausteinen. Das „Stand- Layout“ sei noch einmal verbessert worden, der ohnehin schon gute Mix der Fieranten auch. Das Rahmenprogramm mit vielen Konzerten und auch die Krippenausstellung hätten zum Erfolg beigetragen, auch habe das erstklassige Marketing gegriffen und Besucher nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Süddeutschland und aus dem benachbarten Österreich nach Altötting gelockt. Dass das Geschäft alles andere als schlecht gelaufen sei, habe sich bei der Fierantenbesprechung gezeigt. Es habe „keinen einzigen Kritikpunkt “ gegeben, 80 bis 90 Prozent hätten sich für kommendes Jahr erneut angemeldet.
Die überaus positive Einschätzung teilt auch Christine Burghart, die Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes. Da sie noch nicht allzu lange im Amt sei, könne sie zwar nicht sagen, ob tatsächlich ein Allzeitrekord aufgestellt worden sei. Dass aber „unheimlich viele Leute“ da gewesen sein, das kann sie jedenfalls bestätigen. Und dass es, abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, „definitiv nichts auszusetzen gibt“, das auch. Ihr Fazit bringt sie dementsprechend auf einen kurzen Nenner: „Sehr, sehr schön.“  − sh

 

Quelle: ANA


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