Nikoläuse pilgern zum Christkindlmarkt
12-11-2011 08:31
Am 10. Dezember erste Altöttinger Nikolauswallfahrt - Wirtschaftsverband stellt umfangreiches Programm vor.
Der Christbaum am Kapellplatz
ist zwar schon aufgestellt und mit Lichterketten geschmückt, aber
Weihnachtsstimmung ist in der vergangenen Woche wegen des überwiegend
schönen Herbstwetters noch nicht aufgekommen. Dennoch: In zwei Wochen
ist bereits das erste Adventswochenende, weshalb der Wirtschaftsverband
am Donnerstagnachmittag das Programm des Christkindlmarktes präsentiert
hat, der am Freitag, 25. November, beginnt, und bis Sonntag, 18.
Dezember, dauert.
Die wichtigste Neuerung hat der Hl. Nikolaus selbst
bei der Pressekonferenz vorgestellt: Am 10. Dezember findet die erste
Altöttinger Nikolaus-Wallfahrt statt. Nikoläuse aus nah und fern machen
einen Umzug durch den Christkindlmarkt und feiern dann mit
Kapelladministrator Prälat Ludwig Limbrunner eine Andacht in der
Gnadenkapelle. Außerdem ist der Hl. Nikolaus täglich um 17 Uhr in den
Standlgassen unterwegs und verteilt kleine Geschenke.
Ansonsten ist
das Programm wie gewohnt: Eröffnung ist mit Engel-und
Nikolausdarstellern sowie Sängern der Musikfachschule am Freitag, 25.
November, am Rathaus; für die Choreografie zeichnet wieder Dr. Horst
Platzer verantwortlich. Die Veranstalter rechnen auch heuer mit bis zu
200 000 Besuchern. Die ganze Stadt wird bis dahin weihnachtlich
geschmückt sein; wie Reinhard Hofauer vom Wirtschaftsverband erklärte,
gebe es heuer eine neue Beleuchtung mit 47 Überspannungen an den
Hauptzufahrtsstraßen. Am ersten Adventssonntag, 27. November, haben auch
die Geschäfte geöffnet. Außerdem bestücken die City-Card-Betriebe der
Stadt heuer wieder den Adventskalender, hinter dessen Fenster
täglich Preise warten.
Über 80 Verkaufsstände sind am Kapellplatz
verteilt. „Wert gelegt wurde wie jedes Jahr auf Qualität“, sagte
Wirtschaftsreferentin Emmy Rau; mehr als die Hälfte der Standleute
bieten Kunstgewerbe und Handwerk an. Ebenfalls wieder aufgebaut ist der
Weihnachtspark mit Kinderkarussell vor dem Rathaus.
Der
Christkindlmarkt ist wochentags von 14 bis 20 Uhr und am Wochenende von
11 bis 20 Uhr geöffnet; ebenfalls ab 11 Uhr ist am 8. Dezember (Mariä
Empfängnis) Betrieb. Das Rahmenprogramm spielt sich auf der Bühne ab.
Unter der Woche sind hier jeweils um 17 und 19 Uhr Musikvorführungen, am
Wochenende zusätzlich um 14 Uhr. Zu hören ist vor allem Blas- und
Vokalmusik.
Eine feste Institution im Rahmenprogramm ist die
lebendige Krippe. Hans Baumgartner vom Wirtschaftsverband wies darauf
hin, dass die Tiere, die hier zu sehen sind, artgerecht gehalten würden,
was das Landratsamt auch überwacht. Am Wochenende werden in der Krippe
auch weihnachtliche Geschichten vorgelesen. Ebenfalls wieder dabei ist
Rainer Baumgartner mit seinem Traumzelt im „Sternenhimmel“, einer
mongolischen Jurte, in der mittwochs bis sonntags ab 14 Uhr musiziert
wird und sich die Besucher aufwärmen können. Rainer Baumgartner hat auch
eine Märchenerzählerin in seine Jurte eingeladen und wird die
Fähnchenaktion fortsetzen.
Herbert Bauer, Leiter des Wallfahrts- und
Verkehrsbüros, stellte noch die überregionale touristische Bedeutung des
Altöttinger Christkindlmarktes dar. Rund 20 Prozent der Übernachtungen
in der Wallfahrtsstadt würden während der Adventszeit gebucht. Man mache
Werbung in ganz Deutschland, aber auch in Italien und den
angloamerikanischen Ländern. Kooperationen gebe es mit dem Chiemgau und
dem Berchtesgadener Land; nicht selten würden Gäste eine
Christkindlmarkt-Tour machen. Die Stadt bereichere die Vorweihnachtszeit
mit einem stetig gewachsenen Kulturprogramm, wie dem Adventssingen.
Abschließend
nannte Hans Baumgartner noch einen entscheidenden Unterschied zwischen
dem Altöttinger Christkindlmarkt und anderen: „Wir verlangen keinen
Eintritt - und werden es auch in Zukunft nicht tun.“ - ecs
Quelle: ANA

