„Warten auf die Nikoläuse“

16-12-2018 08:00

 

Altötting.

Altötting Warten auf die Nikoläuse Wallfahrt der Heiligendarsteller: Höhepunkt zum Christkindlmarkt-Ausklang mit Programmänderung Altötting. Zum achten Mal hat der Wirtschaftsverband zur Nikolauswallfahrt nach Altötting eingeladen, heuer unter Federführung von Christian Wieser. Es gilt gewissermaßen als Höhepunkt zum Christkindlmarkt-Ausklang, wenn die Stellvertreter des hl. Nikolaus nach Altötting pilgern, und das zur Freude der Kinder, die erwartungsgemäß auch am Samstagnachmittag wieder zahlreich mit ihren Eltern und Großeltern dabei waren.

Nach anfänglich zaghafter Beteiligung hat sich die Nikolauswallfahrt mittlerweile etabliert, die Teilnehmerzahl konnte sich auch dieses Mal durchaus sehen lassen: 35 Männer, ausgestattet mit Rauschebart, Mitra, Stab, Bischofsring und Goldenem Buch, machten mit. Gekleidet waren sie vornehmlich in Rot, aber auch die Farben Gold, Violett, Rosa, Lila, Weiß und Hellblau waren vertreten.

Die Heiligendarsteller stammten zwar nicht aus dem fernen Myra, der Heimat des hl. Nikolaus, sondern vorwiegend aus dem nieder- und oberbayerischen Raum, aber das war den Kindern egal. Nicht egal war hingegen, dass um 15 Uhr, als die Kirchenglocken zu läuten begannen und eigentlich die Ankunft der „edlen Herren“ verkündeten, kein Nikolaus, geschweige eine Vielzahl von ihnen, an der Christkindlmarktbühne zu sehen war – und die Wartezeit zog sich weiter in die Länge. Was viele nicht wussten: Dieses Jahr gab es eine Programmänderung; der Einzug der Nikoläuse erfolgte zuerst in die Gnadenkapelle, zu einer Statio mit abschließendem Pilgersegen durch Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl. Etwa eine halbe Stunde später kamen dann alle draußen in der Kälte Wartenden auf ihre Kosten: Christian Wieser stellte die einzelnen Nikoläuse vor. Die größte Gruppe mit neun Nikoläusen kam aus Hals, einem Stadtteil von Passau. Insgesamt waren so viele, dass nicht alle auf der Bühne Platz fanden und sich einige davor aufstellen mussten.

Dass die Heiligendarsteller ihr Amt würdig vertreten und das bei ihren „Auftritten“ verdiente Geld nicht selber „einheimsen“, sondern für gute Zwecke spenden, das konnte man der erfreulichen Mitteilung von Leonhard Biermaier vom Brauchtumsverein Erharting entnehmen: Aus seinem Goldenen Buch zauberte er ein Kuvert mit einer Spende über 2000 Euro. Diese wurde an Heidi Prinz von der Kinderkrebshilfe Balu als adventliche Gabe überreicht.

Aber auch die in der Kälte ausharrenden Kinder wurden am Schluss der Veranstaltung belohnt: Die Heiligendarsteller verteilten sich über den Christkindlmarkt und verschenkten süße Gaben in Form von Schokoladennikoläusen – keine Weihnachtsmänner, versteht sich! Der fünfjährige Nicolai jedenfalls strahlte übers ganze Gesicht und ließ sich mutig mit seinen erwachsenen Namensvettern fotografieren.

Belohnt fürs Kommen wurden abschließend natürlich auch die 35 Männer mit Rauschebart von Christian Wieser mit Team vor der Antonius-Buchhandlung, unter anderem wurden sie mit einem wirksamen Getränk zum Aufwärmen versorgt.do

 

Quelle: ANA


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